Herxheim: Neues Zahn-MVZ im Alten Rathaus gestartet und mobile Hilfe geplant
Pfalz-Express berichtet, dass das neue Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Altes Rathaus in Herxheim den Betrieb aufgenommen hat.

Das Zentrum für Zahnmedizin und Oralchirurgie wurde am 16. Oktober 2026 offiziell eröffnet und nahm zwei Tage später den Praxisbetrieb auf. Voraussichtlich ab Dezember ist zusätzlich ein mobiles Behandlungszimmer geplant, mit dem vor allem pflegebedürftige Menschen versorgt werden sollen. Für diese Gruppe kann der direkte Besuch in der Einrichtung den Weg zum Zahnarzt verkürzen.
Standort und Leistungsspektrum
Das MVZ befindet sich im Alten Rathaus, Richard-Flick-Straße 1 in Herxheim. Die Räume wurden gemeinsam mit der Ortsgemeinde saniert und für den Praxisbetrieb umgebaut. Betreiber ist die 32bit Gesundheitskollektiv MVZ GmbH mit Sitz in Herxheim. Im Zentrum arbeiten 13 Mitarbeitende, darunter drei Zahnärzte.
Das angebotene Spektrum reicht von allgemeiner Zahnmedizin, Vorsorge und Prophylaxe bis zu Oralchirurgie, Implantologie und Alterszahnheilkunde. Ärztlicher Leiter ist Dr. Sebastian Geiger, Fachzahnarzt für Oralchirurgie. Damit steht Herxheim ein breit aufgestelltes zahnmedizinisches Angebot zur Verfügung, auch wenn der Bericht keine Details zu Terminvergabe, Kostenträgern oder dem Umfang einzelner Leistungen nennt.
Mobile Versorgung ab Dezember
Das mobile Behandlungszimmer befindet sich noch in der Planungsphase. Vorgesehen ist, Pflegeeinrichtungen sowie Orte ohne eigene Zahnarztpraxis anzufahren. Zahnärzte sollen dort Bewohnerinnen und Bewohner untersuchen und behandeln können. Das Team begründet dieses Angebot damit, dass ältere und pflegebedürftige Menschen häufig Schwierigkeiten haben, eine Praxis aufzusuchen.
Der Bericht legt sich nicht darauf fest, welches Leistungsspektrum mobil angeboten wird und welche Orte konkret in das Programm aufgenommen werden. Auch Starttermin, Einsatzrhythmus und organisatorische Abläufe bleiben offen. Wer eine mobile Versorgung nutzen möchte, sollte daher vorab klären, ob ein mobiler Termin überhaupt angeboten wird und welche Behandlungen vor Ort möglich sind.
Für die Mundgesundheit im höheren Alter wurden bei der Eröffnung vor allem die regelmäßige Zahnpflege, die Reinigung von Prothesen und das frühzeitige Erkennen von Problemen hervorgehoben. Der Ulmer Zahnarzt Dr. Elmar Ludwig, der sich seit mehr als 25 Jahren mit der Mundgesundheit pflegebedürftiger Menschen beschäftigt, verwies auf die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit von Zahnärzten und Pflegepersonal.
Praktische Fragen vor der ersten Anfrage
Wer das Angebot nutzen oder mit dem MVZ kooperieren möchte, sollte einige Punkte konkret ansprechen:
- Welche zahnmedizinischen Leistungen werden mobil erbracht, und welche Behandlungen bleiben der Praxis vorbehalten?
- Welche Pflegeeinrichtungen und Orte werden angefahren, und wie oft sind Einsätze möglich?
- Wie werden Termine koordiniert, wenn ein mobiles Behandlungsteam oder eine Pflegeeinrichtung die Anfrage prüft?
- Welche Unterlagen oder Vorinformationen werden für die Anmeldung benötigt?
- Wie werden Kosten abgerechnet, und welche Leistungen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung?
Zu Kosten, Versicherungsleistungen und Unterlagen macht die Berichterstattung keine Angaben. Auch der barrierefreie Zugang ist noch nicht vollständig hergestellt: Die geplante Verbesserung ist im Bau, der Aufzug war zum Eröffnungszeitpunkt noch nicht fertig. Wer die Praxis aufsuchen möchte, sollte daher vorab den aktuellen Zugangsstatus erfragen.
Pflegeeinrichtungen, soziale Träger, Kindergärten, Schulen, Betriebe und Kommunen können sich laut Bericht direkt an die Praxis wenden. Anfragen werden zunächst geprüft, danach ist ein Beratungsgespräch vorgesehen. Damit entsteht eine mögliche Anlaufstelle für eine Versorgung, die nicht allein vom klassischen Praxistermin abhängt, sondern stärker an den Lebens- und Betreuungssituation der Patientinnen und Patienten ausgerichtet ist.